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Standortsuche

Das Vorgehen bei der Standortsuche, die Kriterien, Zuständigkeiten, Mitwirkungsmöglichkeiten und der Zeitplan sind durch den Konzeptteil des Sachplans geologische Tiefenlager geregelt.


Vorgehen bei der Standortsuche

Zu Beginn der Standortsuche ist die gesamte Schweiz eine weisse Karte.
Die Verteilung der Wirtgesteine und die gestellten geologischen Mindestanforderungen schränken die Möglichkeiten bereits in einem ersten Schritt deutlich ein. Neben der Verbreitung der Wirtgesteine spielt die Tektonik eine grosse Rolle. Stark deformierte Gebiete in den Alpen werden vorsorglich ausgeschlossen. Auch grossen Störungen im Untergrund wird ausgewichen, sofern sie aus seismischen Profilen bekannt sind. Abschnitte unterhalb von tiefen Rinnen, die teilweise während der letzten Eiszeiten aus dem Fels gehobelt wurden, werden gemieden. Nach Überprüfung aller vorgeschriebenen Kriterien eignen sich verschiedene Gebiete als Standortgebiet für ein geologisches Tiefenlager.

Wer macht was?

  • Das Bundesamt für Energie (BFE) hat im Sachplan- und Rahmenbewilligungsverfahren die Federführung. Es leitet und koordiniert das Verfahren und organisiert die regionale Beteiligung (Partizipation). Zudem informiert das BFE die Öffentlichkeit über den Stand der Arbeiten.

  • Die Kantone unterstützen das BFE bei der regionalen Mitwirkung. Weiter passen sie falls nötig die kantonalen Richtpläne an.

  • Die in den möglichen Standortregionen liegenden Gemeinden bringen im Rahmen der Partizipation ihre Anliegen ein und werden laufend in die Zusammenarbeit einbezogen.

  • Die Bevölkerung, die Kantone, interessierte Organisationen sowie die Nachbarstaaten haben die Möglichkeit, im Rahmen der vom Sachplan vorgesehenen Anhörungen Stellung zu den Standortvorschlägen und Ergebnisberichten zu nehmen.

  • Die Nagra hat die Rolle der Fachexpertin. Sie erarbeitet die erdwissenschaftlichen Grundlagen und schlägt mögliche Standortgebiete vor.

  • Das Eidgenössiche Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) begleitet und überprüft die Vorschläge hinsichtlich der sicherheitstechnischen Aspekte, bevor das Parlament und der Bundesrat die Entscheide treffen.

  • Der Bundesrat entscheidet generell über die Bewilligungen für den Bau von Kernanlagen, zu denen auch Tiefenlager zählen. Gegen die Erteilung der Rahmenbewilligung für ein geologisches Tiefenlager kann das Referendum ergriffen werden. Das letzte Wort haben in diesem Fall die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Schweiz.


Quelle: nagra
"Standortsuche"




 
 
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